?

Log in

No account? Create an account
Berlin und Chemnitz: wie komm ich zu den guten Vorträgen
kephra_lk
Jo war halt da und da aber statt eines langweiligen Reiseberichtes: "machte bla bla und ass sehr gut, dann fuhr ich dahin, Wetter blub" hier paar essentielle Dinge dich euch vielleicht auf länger weiter bringen. Klar Berlin war der gemütlichste Workshop an dem ich teilnahm (seit 2005) und wie kann man das Essen/Beisammensein im Computerspielemuseum überbieten? Was mir aber besonders in Chemitz auf dem Linuxtag auffiel viele Vorträge sind langweilig weil sich Vortragende in Trivia verlieren. die 5-15 Durchläufe in denen man ihn vorher probt dienen nicht nur der eignen Sicherheit und Ausarbeitung der Details.  Geschliffenheit.Man gewinnt auch etwas Abstand, kann sich vielleicht selber als Zuhörer vorstellen und merkt was wirklich die entscheidenden Informationshappen sind und was eher offensichtlich ist. Klar dann schrumpft das Material und du musst neues nachschieben, aber wenn du nicht paar Stunden Arbeit damit hattest ist der Vortrag vielleicht nicht wert angehört zu werden. Ausnahme zu der Regel ist vielleicht Dinge an denen du lange Arbeitest und wo du dich eh gut auskennst und alle Details schon parat hast. Aber teste alle Kodebesipiele, geh zu erwartenden Fragen nach usw. Frage dich immer wieder war das jetzt hilfreich. Ist der Erzählfluss rund oder holpert er und hat Löcher. Es ist auch hilfreich die dinge so zurecht zu legen, daß man einzelne Dinge wiederholen kann ohne das es Zuhörer als solches erkennt. Dadurch merkt er sich wahrscheinlicher das Wesentliche. Ich war zumindest sehr zufrieden mit beiden Vorträgen und denk das ich nach meinen 25-30 langsam ganz gut werde. Selbstsicherheit kommt mit Erfahrung und der Erkenntnis das Leute im Gunde sehr freundlich sind (kommen ja um dich zu hören) und das man sich ruhig "tragen" lassen kann. Wie sagte Damian, wähl ein Thema das dich begeistert, denn nur so ist es auch für Zuhörer interessant. Das von Menge Details keine Ahnung hast sollte dich nicht Abschrecken und das es Menge Arbeit ist schrieb ich ja bereits. Nur der Vorauf ist wichtig. Fang mindestens 2 Monate vorher an. Nicht nur wegen der 5-15 Iterationen, sondern weil Unterbewusstsein mitarbeitet. Wie von allein fallen dir immer wieder ein. Das Ziel besteht darin den Vortrag den du 1 Monat danach halten könntest zum eigentlichen Termin ausrollen kannst.

2013 vor der Tür
kephra_lk
Ohne in ätzendes bla zu verfallen, was brachte 2012, was macht Sinn für 2013 zu planen.

So richtig fallen nur 3 Sachen auf die ich im Perlbereich dies Jahr erreicht hab. Die Artikel auf heise.de, das WxPerl-Tutorial beendet, und KephraXP zur Benutzbarkeit geführt (auch wenns noch weit bis zum Release ist.) Ich schrieb so viel Artikel wie noch nie, auch fürs freie Magazin (weitere Teile werden folgen), für Perlzeitung und weitere Orte, die nicht immer was mit Perl zu tun hatten. Ich denke das wird weniger werden. Die voriges Jahr begonnene Rezensionsrubrik in der $foo werd ich beibehalten, aber mit den entscheidenden Titeln sind wir fast rum, daher könnte es nur noch 1-2 Titel und vielleicht auch einzelne Aussetzer geben. Möchte aber unbedingt mindestens einen Text pro Ausgabe beisteuern. Auch das kommende Perlmag hab ich in der Planung wie auch perl.com und weitere Teile für heise zu Moose und Distzilla. Was sich aber entscheidend ändern wird, das ich weniger hetzen und mehr vorarbeiten will. Nicht nur wegen der Nerven und der Qualität sondern auch um einen souveräneren Umgang mit dem ganzen zu gewinnen. keine knatschigen guten Vorsätze, sondern aus Prinzip kein schlechtes Gewissen züchten, sondern tun wenn Zeit dazu ist, und wenn es mal nicht geht auch gut. 

Wichtig ist dafür auch die Ideen und infos festhalten wenn sie kommen. Dafür braucht man Editor, der das sinnvoll verwaltet: KephraXP was sonst. Ja 2013 will ich die ersten öffentlichen, frühen Versionen, die man auch vorzeigen kann und ich mag auch alle meine projekte auf dzil umstellen - damits leichter und schneller geht. Denn ich will mich etwas mehr der Musik widmen, nicht nur meinen kleinen Bachetüden. Das hat auch den schönen Nebeneffekt das man von NI (aus Berlin) sehr viel über GUI lernen kann. Die Oberfläche von Traktor und co ist ausgereifter als alles was ich im IDE und Editorbereich je sah, auch microsoft office oder photoshop reicht nicht ganz an diese funktionsdichte je entspannt zu betrachtenden Pixel. Da wird sicher einiges auch ins Buch fliessen was ich ende 2013 mind. komplett im Rohbau haben will. Die Beispiele dazu sollen auch Spielzeuge werden, die dazu dienen können das Interesse generell an Perl zu wecken. Ach ja und lichtkind.de ist auch noch im Rohbau. Das reicht, mehr wäre wohl zu viel für ein Jahr.

Nach Berlin und Riga werd ich fahren und weil es zu gut passt nach Chemnitz zu den Linuxtagen auch. Wien, Italien, London hätt ich gern - mal sehen. Aber nu reichts wirklich :)

Danke für die Aufmerksamkeit :)
euer lichtkund

die lichtkinds Tournee 2012 is beendet
kephra_lk
Ich war auf dem deutschen, italienischem und Frankfurter Workshop und YAPC::EU. Die sich regelmäßig treffende Dresden.pm hab ich zum Jubiläum auch besucht. Das ist weniger als 2010 und 11, aber Steigerungen sind ja nicht immer möglich. Es zählt das es war schön und entspannt war und vor allem das ich die gleichen Vorträge viermal hielt hilft da etwas Qualität reinzubringen. Ich werd es auch nochmal überarbeiten bevor die Folien zu den Perl 6 rx auf slideshare gehen. Zwar hat Damian voriges Jahr in Riga in seinem Kurs gesagt: das Hauptgeheimnis guter Vorträge ist a) rede über etwas das dir wichtig ist. und b) üben, üben, üben, üben, üben. Erst die fünfte vollständige Fassung ist brauchbar und erst die sollte man der Öffentlichkeit anbieten. Aber 4mal Rückmeldungen von Perl-Programmierern zu haben bringt auch noch was.

Da ich Audrey-style bevorzuge (viele Folien - wenig Inhalt) der auch gut aufgenommen wird, bekam ich das Problem, das nur Stichpunkte zu wenig ist. Grad bei Regex haben die Zuschauer zu jedem Thema gerne ein Beispiel. Ausserdem muss ich auch zusätzliche Überleitungen einfügen, sodaß man auf slideshare auch den Handlungsbogen mitbekommt. So banal es auch klingt das ist der größte und wichtigste rat: wirklich Zeit und Liebe reinzustecken das alles was davon haben und es nicht nur als Promo-tool oder halbgaren Versuch abzutun. :) Das was wirklich an vielen freien Tutorien und Material so unbrauchbar macht ist, daß es veraltet ist, oder das Leute auf halben Wege aufhören. Deswegen lieber etwas weniger aber ausgereift. Darum auch nur 3 Workshops auch wenn ich wirklich gerne auch in Wien gewesen wäre.

Nächstes Jahr werd ich bestimmt wieder in Wien , Italien und Berlin dabei sein, vielleicht Kiev, vielleicht London, vielleicht auch wieder froscon.

Ja was soll ich sonst schreiben? War dieses Jahr eher ruhig. Perl kommt in die Puschen es regt sich an richtigen Fronten aber der große Hype ist zum Glück nicht da (wie mst richtig in seiner state of the velociraptor sagte). Auch Kephra hat weniger von der Zeitscheibe abbekommen als ich wollte aber das redesign ist ja tief angelegt und umfasst einige komponenten. Will ja noch dzil lernen um schneller und mehr zu relesen. Das Wx_tutorial ging endlich zuende, und das Buch dazu fing an. Bei derzeitigen Arebitsauslastung werde ich meinen Heilpraktiker nicht vor 2014 ablegen.

Ziele für 2013? Dzil lernen, Buch abschliessen, Dokular und Kephra XP ist benutzbar, hebräisch und griechisch lernen (Laienniveau).

Kephra XP lebt!
kephra_lk
Ich war abgelenkt. Neben dem Tagesgeschäft gabs auch Artikel, von denen der Blogbeitrag auf O'Reilly der kleinste war. Der gößte war Moose Teil 1  (Teil 2 + zwei andere Sachen in Vorbereitung), zufällig gleiches Thema im freiesMagazin  und 3 Artikel für die nächste $foo. Das Kamel (deutsch und englisch), Zukunft.pl und art of readable code hab ich rezensiert. Keines Sorge, andere Verlage kommen auch wieder dran.  DumbBench hat ich im zweiten Artikel vorgestellt und der elfte teil des wxTutorials handelte von Wx::Grid, Wx::HTML und Wx::XRC (grob). Weil es langsam zu Ende geht, werfe ich schon den Motor für mein Buch zum Thema an.

Das wird sich unter anderem von meinen Erfahrungen mit Kephra speisen, aber auch andere Projekte antreiben. Was ich eigentlich aber schreiben wollte, war das ich wieder etwas Zeit dafür hab und der rewrite gerade prächtig gedeiht. Alleine 7-12 Feature (je nach Zählung) alleine heute dazugekommen. Unicode ist noch nicht sicher und an einige Ecken ist es noch hart & unpoliert aber benutzbar. Immerhin speicher er bereits Dateien, kann alle Kephra-Module über den Projektbrowser öffnen, hat neben noch leeren Config-Dialog auch einen Dialog der ganze tastaturbelegung anzeigt. Das hatte die vorige Generation auch nie. es gab eine textdatei die ich von Hand pflegen musste. Aber jetzt ist es eine stets korrekte Anzeige der Interna, die in nächsten Ausbaustufe durch das Drücken der Tastenkombination auch Belegung verändert und auch die Belegung inhaltlich und numerisch sortiert anzeigen kann und auch die zugehörigen Sandrum-Kommandos anzeigt (auch änderbar). Das wird die Vi-ähnliche Kommandosprache für die eingebaute Befehlszeile.

In ein paar Gebieten gib es auch schon mehr Komfort als Kephra 0.4 je hatte. Alles was das Verschieben und umrücken von Code betrifft. Vor allem vom neuen Oberflächendesign sind alle Einteilungen da. Um das anzusehen gibt es aber noch keine Downloads.
"hg clone https://bitbucket.org/lichtkind/kephra"
geht ja auch für echte Programmierer. Sobald mein Dzil-fu ausreicht wird es folgen. Das besondere am neuen Kephra werden nicht nur die vielen neuen Funktionen sein sondern eine ganz neue Introspektion und die neuen Panel wie File-Browser eine werkzeug/snippet baum, die Textwerkstatt und einiges mehr. auch intern wird es teilweise ganz andere Struktur haben, die viel mehr über sich selbst weiß. von (einfacher) git/hg Anbindung, bis zum bauen/einpflegen eines Patches mehrere Ansichten auf die selbe oder verschiedene Dateien und einiges mehr schwebte mir schon lange vor. Die Grundidee hinter Kephra ist aber das wir keine fetten Erweiterungen brauchen sonder vielseitig verwendbare Metakomponenten (so wie es Perl auch macht). Diese aber sehr flexibel und bestens integriert, für gute Zusammenarbeit. Das bedeutet auch das die wesentlichen Teile keine Plugins sind, sondern Module, welche jedoch die normale API nutzen wie Plugins auch: die CommandList, EventTable, KeyMap, Lokalisation usw. Es ist eh eine schwäche von Plugins das sie meist schlecht lokalisiert sind. Als erstes Beispiel einer solchen Komponente Stell ich dieses mal die IOUnit vor. Sie regelt sämtliche Kommunikation mit dem Programm, die über das Editieren hinaus geht. wenn ein Programm ausgeführt wird oder die Testsuite, kommen hier die Ergebnisse an. wenn die git Erweiterung Kommandos Kommandos absetzt, kann man das dort im git-Reiter verfolgen. Diese sind reine Ausgabe-Panel. Darunter die Zeile die rein für Eingabe ist. Standardmässig hab ich tabs für Perl (testevals), Sandrum, die shell. Wer mag kann alle Warnungen die das Programm produziert hier betrachten und während der Entwicklung hab ich da noch einen Tab aktiv wo jeder Tastenschlag und jede Regung intern mitprotokolliert wird. Bis jetzt wechselt man mit <Esc> rein und auch raus aber ctrl+< würde mir auch gefallen. ist natürlich nur im deutschen keylayout praktisch. Aber das lässt sich ja eh leicht ändern. Die wichtigste Funktion der IOUnit wir wie angedeutet die VI-artige Benutzung sein. Egal ob Suchanfrage, letzten 8 Kommandos wiederholen, sie nur anzeigen lassen, oder kurz eine Analyse zum aktuellen block. So etwas soll mit wenigen Buchstaben in sandrum gehen. Und auch die kleinen netten Sachen kommen nicht zu kurz. Ctrl+[Shift+]# erlaubt entlang der Kommentare zu springen. Auf der suche nach den schwierigen stellen, Todos und ähnlichem.

Perl 6 Tablets
kephra_lk
ich hab so paar Themen an denen ich jahrelang rumkaue denn Ausdauer ist gut. neben Kephra sind es die Perl 6 Tafeln die aus ein paar Wikiseiten der perl-community.de Wiki entstanden und jetzt vielleicht sogar zur offiziellen Perl 6 Nutzerdokumentation werden könnten. Genau, dieser Beitrag wird sowas wie die deutsche Übersetzung meines englischen Blogs für Leute welche die Meldung und manche meiner Twitternachrichten neugierig gemacht haben.

Die kurze Fassung war das die Tafeln nach http://tablets.perl6.org/ umgezogen sind. Die einprägsame URL und die schönere Gestaltung per CSS sind angenehmer für den Nutzer aber nicht der Hauptgrund warum ich das ganze für wichtig halte. Klar mache ich hier nichts weiter als meine Arbeit zu promoten aber es geht auch um was anderes.

1. Das Format

Die docs sind jetzt in markdown geschrieben was erstmal mir weit weniger schmerzen bereitet zu schreiben als die Socialtext Wikisyntax. Es fehlen einige funktionen wie unsichtbare Anker, aber man kann ja raw HTML einfügen. Per pandoc lassen sich auch sofort andere Formate erstelle wie PDF, HTML, POD oder epub.

2. Zusammenarbeit

Ursprünglich wählte ich ja wiki damit jeder mitmachen kann. Praktisch taten das sehr wenige. Aber seit die Tafeln im gleichen Archiv wie viele andere wichtige Perl 6-Sachen liegen machen weit mehr Leute mit. Und das obwohl das clonen und comitten in git ein wenig mehr Aufwand ist. Aber github macht es einfach (kleine Änderungen lassen sich sogar im editor-widget im browser tätigen) und commit bits werden freizügig erteilt. Jede Änderung schreibt der chatbot sofort in den im #perl6 channel per (was ich immer wollte). Rakudo, niecza, testsuite, specs, etc machen es genauso weil es Rückkopplung an die Alteingesessenen und lurker erleichtert und Fehler so schneller erkannt werden. Docs, Tests, Implementationen und Module können sich so gegenseitig zur besten Lösung hochschaukeln und Perl 6 wird dadurch wirklich zu einem MMORPG wie mäsak einst richtig schrieb.

3. Das Format

Es ist nicht nur die Syntax, sondern auch die Hypertext-Struktur der Doks die wir ja nicht so in der Kerndokumentation haben. Das ist auch gut so weil weiterhin viel im Terminal o.ä. gelesen wird. Aber weit wir den Mehrwert des Lesens und Lernens a la Wikipedia kennen, sollten wir es auch nutzen. Und ich versuch explizit es so zu schreiben das die Tafeln auch noch funktionieren wenn alle Links rausformatiert werden. Dennoch glaub ich das der nutzen ein wesentlich größer ist wenn es so abläuft: Wenn ein Neuling oder Aussenseiter eine Frage hat, welche die FAQ gut beantwortet nur er versteht darin ein Wort nicht dann kann er mit einem Klick in den Glossar gehen wo es erklärt wird und von dort gleich zu den Beispielen wo es angewandt wird oder er sieht mit welchen syntaktischen mitteln Perl das löst. Das hilft wesentlich Leute zu informieren was Perl ist und auch Vorurteile abzubauen.

Doch das in der Perl 5-Welt zu sehen ist noch reines Luftschloss, da nicht mal die ganzen Anhänge fertig sind geschweige die Tafeln selber. Anhang A, der Hauptindex aller Befehle ist schon umfangreich und gut gestaltet, in Anhang B findet sich vieles davon thematisch sortiert, Anhang D die Perldelta bietet einiges wesentliches, Anhang E - die Appetithappen auch. Derzeit bemühe ich mich vor allem G - den Glossar und F die FAQ zu vervollständigen. Mitarbeit ist natürlich ständig erwünscht und die deutsche Version musst wegen dieser Proportionen der Arbeit leider aufgegeben werden.

Neue Artikel und?
kephra_lk
Heute kam die neue foo, mit den bereits angesprochenen Artikeln. Was als eine Folge des Wx-tutorials geplant war musste ich nochmal teilen, aber die rezensionen werden langsam richtig gut. Prompt kam am gleichen Tag Leserpost, was mich sehr freute.

Und die nächsten sind in Planung (Camel und Coders at work von peter Seibel, daß ich nochmal etwas gegen Visionäre der Programmierung antreten lasen will). So nach und nach will ich alle Perl-Klassiker , wichtige Neuerscheinungen, auch Allgemein-Programmier-Klassiker und einiges links und rechts besprechen. Deswegen auch immer 2 Rezensionen in eienr Ausgabe.  Könntet ihr euch vorstellen auch Rezension zu einem CSS 3-Buch in der foo lesen zu wollen? Ich will das wirklich wissen.

Danke.

Abschrubben
kephra_lk
Damit mein ich die Arbeit runterreißen. Ich bin etwas müde weil ich das geplante abarbeitete, daher gibt es wenig Überraschendes zu berichten, zumindest äußerlich. Die Rezension zur Taschenreferenz + "der Perl-Programmierer" sind fertig und erscheinen in ca 2 wochen, der Benchmarkartikel in der Perlzeitung schon letzte Woche, nächste Woche auch der sechste teil (nr. 5) im freiesmagazin. Ja, die wiederkehrenden Pflichten können eine Mühle sein, aber Arbeit macht bekanntlicherweise frei, denn der Müßiggang begünstigt die Fäulnis der Seele und nur Übung macht den Meister.  Die Sprüche hat man oft gehört doch sind sie Teilweise Relikte aus einer zeit als noch Handwerk überall war, alles repariert und ersetzt werden konnte, es weniger Müll gab, die Musik noch selbst gespielt wurde und das Essen eine wesentlich höhere Qualität hatte. Ich saß in der Architekturvorlesung, als der Professor sagte das nach heutigem statischem Wissen einige Kirchen nicht stehen dürften. So viel zum Thema Fortschritt. Der Absatz ist komplett ohne Witzigkeit oder Ironie. Ich vermisse nur Kultur als etwas auf Wissen und Können basierendes, daß als Gut durch Generationen weitergereicht wird. Das ist mehr als nur der Umstand, daß den Dingen vom Fließband Gefühle und das individuelle fehlt. Echtes Können und Beherrschung seines Handwerks, darum wird es für mich wohl auch 2012 gehen.

Was nehm ich mir also vor für 2012. Uuh 2012, die Mayakrieger werden aufwachen und sich einen Kaffe bestellen. Das Leben ist wunderbar und Probleme sind dazu da gelöst zu werden. Wer was anderes behauptet ist Terrorist. Also 2012:

* KephraXP soll benutzbarer Editor werden, zumindest das einfache editieren, einfacher Umgang mit git und hg, editieren von Dateien auf Servern, sich Informationen aller art (snippets, suchbegriffe, regexes,) für mich merkt und all die Handgriffe abnimmt die das Artikelschreiben aufwändiger machen als nötig. mehr dazu in eigenem Post.

* WxPerl: teile 9-12 des Tutorials erscheinen wohl dieses jahr in der foo, womit diese Serie auch abgeschlossen sein wird (soweit ich es jetzt Überblick.) Das Buch dazu will ich wenigstens zur Hälfte schreiben und einige kleinere Programm und Module will ich in der sparte sehen. Mit Dist::Zilla sollte es einfacher als bisher gehen und mit Tie::Wx::Widget hab ich meine erste saubere Distro gemacht.

* App::Gui::Docular das ist eines der wxprogramme aber kann für sehr viel mehr gut sein als nur wx, hat grosses Potential, aber eins nach dem anderen. Mi den graphischen Spielzeugen Spirograph und Harmonograph werd ich anfangen. die stell ich in den Namensraum "App" weil die mit Kommandozeilenparameter auch Ergebnis als Datei absetzen können sollen.

* Perl 6 grant, will ich bis zur YAPC abgeschlossen haben. ein kleines Projekt bei dem ich Perl 6 nutze wäre schön.

* und natürlich einige Artikel, aber vielleicht nicht so viel, dafür mit mehr Vorlauf geschrieben. (Rückblickend würde ich gerne so viel verbessern an den abgelieferten Sachen...) Einiges davon auch ausserhalb der Programmiererei, denn das ich kein Atheist bin ist kein Geheimnis. sagen wir mal ich bin Skeptiker, aber kein jähzorniger, ungebildeter Rüpel wie einige der Jungs von der GWUP. Es gibt noch wichtigere Dinge als Software und meine erste Arbeit dazu kam ganz gut an.

* da ich mich jetzt beinah täglich ans piano setze sollte auch hier einiges mehr gehen in 2012. hab manchmal Ideen zu Melodien und eine Software in Perl mit der man Musik machen kann wäre perfekt. zum abspielen mag ich Traktor gerne, aber Reaktor ist mir zu groß. Vieleicht gibt es doch gutes open-source-Programm.

Neue 5.14.1 Taschenreferenz
kephra_lk
Auch wenns nach Nabelschau klingt, ich bin stolz auch nur Testleser der Pocketref gewesen zu sein. Dabei gehts nicht um den Aufwand. Links pflege ich auch sonst. Und auch sonst waren es nur wenige Stunden perldoc lesen, was ich eh für das Tutorial, das ich gerade schreibe, tun musste. Die Coremodule sind leider rausgefallen und neues Material kam sehr sparsam (mehr Details in der nächsten $foo).

Auf meinem ersten Perl Workshop 2005 in Dresden gewann ich in der Tombola die dritte (5.6 er) Version (die einzige mit der lustigen Einleitung von Larry). Und ich lernte damit quasi die Tiefen der Sprache. Johan war es auch der meinen CPAN - Account freischaltete (Synchronizität ?). Das einige meiner Vorschläge jetzt im Buch sind, seh ich als Schulterklopfen der alten Bärte. Und ich sehe mich nicht mehr als den Anfänger :). Und wenn euch was juckt, macht mit. In der Perlgemeinschaft mitmachen ist manchmal einfacher als man meint.

Twin City Perl Workshop in Wien / Bratislava
kephra_lk
... war ein kleiner aber schöner. Das meiste dazu schrieb ich bereits. und dank wombats und der 29,- Spezialpreise der Bahn nicht mal teuer. die wiener sind wirklich ganz eigner haufen. das merkte man nicht nur zur YAPC 2007 die sehr gut gewesen sein soll. Bei diese Treffen gehts ja eh meist darum mal Leute zu treffen die in manchem einen besser verstehen können als alles was einem sonst das Jahr über begegnet.

freiesMagazin mit Perl-Tutorial Teil 3
kephra_lk
Nach letztmonatlicher Pause gibt es wieder eine Folge des zeitgemäßen und praktischen Perltutorials "Wirklich Programmieren Lernen mit Perl" in der aktellen Ausgabe vom "freiesMagazin". Dominik hat heroisch alle Änderungen kurzfristig eingebracht und der Zug rollt wieder. Eigentlich sollte die Folge Hashes, Listen- und Stringmanipulation und nicht Hashes, Schleifen und Subroutinen heißenaber das Beispielprogramm ist jetzt wirklich benutzbar. Bis jetzt werden nur einfache Merklisten und diese auch nur lokal verwaltet, aber das steigert sich ja noch (mitmachen!). Rückmeldungen sind ebenfalls sehr willkommen (War der teil zu kurz, nicht ausführlich genug, etc.).

Es wird immer mehr sichtbar, daß dieses Tutorial Programmieren im allgemeinen beibringen möchte in dem es auch die Gedanken beschreibt die man sich machen sollte, bevor man in die Tasten haut. Auch Softwaretests und Dokumentation (POD) werden noch Thema werden. Doch nächstes Thema wird die Gruppierung der Notizen mithilfe von Referenzen (AoA und HoA - tiefere Datenstrukturen). Module und Namenräume müssen auch bald gezeigt werden. Danach wirds in Richtung Netwerkprogrammierung, danach auch Web gehen.


In der nächsten Perlzeitung könnt es was zum Benchmarken geben, also zum Messen der Zeit die Programmteile wirklich benötigen.