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Abschrubben
kephra_lk
Damit mein ich die Arbeit runterreißen. Ich bin etwas müde weil ich das geplante abarbeitete, daher gibt es wenig Überraschendes zu berichten, zumindest äußerlich. Die Rezension zur Taschenreferenz + "der Perl-Programmierer" sind fertig und erscheinen in ca 2 wochen, der Benchmarkartikel in der Perlzeitung schon letzte Woche, nächste Woche auch der sechste teil (nr. 5) im freiesmagazin. Ja, die wiederkehrenden Pflichten können eine Mühle sein, aber Arbeit macht bekanntlicherweise frei, denn der Müßiggang begünstigt die Fäulnis der Seele und nur Übung macht den Meister.  Die Sprüche hat man oft gehört doch sind sie Teilweise Relikte aus einer zeit als noch Handwerk überall war, alles repariert und ersetzt werden konnte, es weniger Müll gab, die Musik noch selbst gespielt wurde und das Essen eine wesentlich höhere Qualität hatte. Ich saß in der Architekturvorlesung, als der Professor sagte das nach heutigem statischem Wissen einige Kirchen nicht stehen dürften. So viel zum Thema Fortschritt. Der Absatz ist komplett ohne Witzigkeit oder Ironie. Ich vermisse nur Kultur als etwas auf Wissen und Können basierendes, daß als Gut durch Generationen weitergereicht wird. Das ist mehr als nur der Umstand, daß den Dingen vom Fließband Gefühle und das individuelle fehlt. Echtes Können und Beherrschung seines Handwerks, darum wird es für mich wohl auch 2012 gehen.

Was nehm ich mir also vor für 2012. Uuh 2012, die Mayakrieger werden aufwachen und sich einen Kaffe bestellen. Das Leben ist wunderbar und Probleme sind dazu da gelöst zu werden. Wer was anderes behauptet ist Terrorist. Also 2012:

* KephraXP soll benutzbarer Editor werden, zumindest das einfache editieren, einfacher Umgang mit git und hg, editieren von Dateien auf Servern, sich Informationen aller art (snippets, suchbegriffe, regexes,) für mich merkt und all die Handgriffe abnimmt die das Artikelschreiben aufwändiger machen als nötig. mehr dazu in eigenem Post.

* WxPerl: teile 9-12 des Tutorials erscheinen wohl dieses jahr in der foo, womit diese Serie auch abgeschlossen sein wird (soweit ich es jetzt Überblick.) Das Buch dazu will ich wenigstens zur Hälfte schreiben und einige kleinere Programm und Module will ich in der sparte sehen. Mit Dist::Zilla sollte es einfacher als bisher gehen und mit Tie::Wx::Widget hab ich meine erste saubere Distro gemacht.

* App::Gui::Docular das ist eines der wxprogramme aber kann für sehr viel mehr gut sein als nur wx, hat grosses Potential, aber eins nach dem anderen. Mi den graphischen Spielzeugen Spirograph und Harmonograph werd ich anfangen. die stell ich in den Namensraum "App" weil die mit Kommandozeilenparameter auch Ergebnis als Datei absetzen können sollen.

* Perl 6 grant, will ich bis zur YAPC abgeschlossen haben. ein kleines Projekt bei dem ich Perl 6 nutze wäre schön.

* und natürlich einige Artikel, aber vielleicht nicht so viel, dafür mit mehr Vorlauf geschrieben. (Rückblickend würde ich gerne so viel verbessern an den abgelieferten Sachen...) Einiges davon auch ausserhalb der Programmiererei, denn das ich kein Atheist bin ist kein Geheimnis. sagen wir mal ich bin Skeptiker, aber kein jähzorniger, ungebildeter Rüpel wie einige der Jungs von der GWUP. Es gibt noch wichtigere Dinge als Software und meine erste Arbeit dazu kam ganz gut an.

* da ich mich jetzt beinah täglich ans piano setze sollte auch hier einiges mehr gehen in 2012. hab manchmal Ideen zu Melodien und eine Software in Perl mit der man Musik machen kann wäre perfekt. zum abspielen mag ich Traktor gerne, aber Reaktor ist mir zu groß. Vieleicht gibt es doch gutes open-source-Programm.

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Vorsicht mit der Wortwahl ...

Hi,

sorry, aber mit seiner Wortwahl muss man heutzutage vorsichtig sein, die Redewendung "Arbeit macht frei" kann missverstanden werden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_macht_frei

(Hier muss ich leider ein wenig Geschichtsbewusstsein anmahnen).

Gruß,
G.

Re: Vorsicht mit der Wortwahl ...

ich kann den wohlmeinenden rat verstehen aber ich glaube umgekehrt wird Schuh draus. Mißverstandenes Geschichtsbewusstsein war Ursache meiner Bemerkung. Aber missverstanden werden kann man ja immer, so bleib ich im Zweifel für die Freiheit, so auch für die eines Jeden (Voltaire kennen sie sicher auch). War es nicht eher eine Eigenschaft der NS-Zeit das man fürchten musste welche Worte man verwendet?

Es sollte ja eigentlich um Inhalte gehen und darum das Arbeit eigentlich ein Prozess ist der Demut und Hingabe fördert und damit tatsächlich eignen Egoismen in Balance hält (der Teil war tatsächlich von mir nicht so gut ausformuliert). Nur mit Hingabe bewältigt man größeres Pensum um tatsächlich Träger einer Kultur zu sein. Ich wählte die Redewendung bewusst weil manche Leute bei der Formulierung aufspringen und kritisieren und manche halt nicht. Das ist genau die Markscheide.

Alles Gute
H.

Edited at 2012-01-05 06:51 pm (UTC)

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